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Talentmanagement – Nur für Talente oder für Alle ?!

Wie in einem unserer letzten Beiträge auf dem Blog gelesen werden konnte, gibt es nicht den einen perfekten Mitarbeiter. Manche Mitarbeiter passen beispielsweise von ihrer Persönlichkeit hervorragend ins Team, jedoch fehlt es ihnen an einem bestimmten fachlichen Know-How. Oder andersherum, jemand ist Spezialist in einem Bereich, ist aber wiederum nicht kooperationsfähig und kann vielleicht überhaupt nicht gut im Team arbeiten. Diese „Mängel“ an Know-How, Motivation, Teamfähigkeit etc. können von Seiten der Unternehmen ganz einfach mit Förderungsmassnahmen ausgeglichen werden, doch abgesehen davon…wieso ist es überhaupt so wichtig Mitarbeiter zu fördern und gibt es Mitarbeiter, die dabei besonders berücksichtig werden sollten?

mitarbeiterförderung

Warum es wichtig ist die Mitarbeiter zu fördern.
In manchen Branchen kann man heutzutage tatsächlich von zu wenigen Fachkräften sprechen. Doch eine Möglichkeit gute Bewerber zu erhalten, weiterzuentwickeln, sie als Mitarbeiter gleichzeitig langfristig zu binden und auch Know-How Lücken im Unternehmen selbst zu schliessen ist durch Mitarbeiterförderungsmassnahmen.
Die Möglichkeit intern im Unternehmen eine Karriere anzustreben, mehr zu lernen und sich weiterzuentwickeln, stärkt die Motivation von Arbeitnehmern. Ausserdem signalisiert es auch eine Wertschätzung von Seiten des Arbeitgebers und die Mitarbeiter bleiben somit dem Unternehmen eher loyal und binden sich somit auf lange Sicht. Denn nichts ist schlimmer als Mitarbeiter, welche sich unterfordert oder benachteiligt fühlen und sich nicht aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen möchten.

Talentmanagement – Wer oder was ist überhaupt ein “Talent“?
Besonders bei Grossunternehmen und Konzernen wird diese Aktivität und Massnahme, also die Förderung von Mitarbeitern, gerne als Talentmanagement benannt.
Über das Wort Talentmanagement lässt sich streiten. Bei den einen hinterlässt es einen faden Beigeschmack, denn die erste Frage die hierbei aufkommt, ist wahrscheinlich: wer und ab wann zählt denn als ein solches Talent? Muss man also schon ein Talent sein, wenn man sich bewirbt oder kann man sich auch erst im Unternehmen zu einem entwickeln?
Als gutes Beispiel voran geht hierbei beispielsweise das Unternehmen BP: Dort nämlich „fängt Talentmanagement bereits bei den Auszubildenden an“.

Der Erfolg eines Unternehmens steigt und fällt mit den Mitarbeitern…
…und zwar mit allen, nicht nur mit den sowieso bereits so benannten „Talenten“, denn jeder einzelne Mitarbeiter trägt zum Erfolg eines Unternehmens bei.
Auch Mitarbeiter, welche im ersten Moment nicht als „High Potentials“ angesehen werden, sollten die Chance bekommen sich zu welchen zu entwickeln. Zudem sollte das Nachfolgemanagement im Hinterkopf behalten werden, wo ja besonders gefragt sind. Oder eben Mitarbeiter, welche sich erst noch in bestimmte Richtungen entwickeln müssen.

Es kann also beispielsweise auch durchaus von Vorteil sein, auch unkonventionelle Mitarbeiter einzustellen und die Chance zu einer Weiterentwicklung zu geben. Und ausserdem nicht nur das: durch die diversen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten können auch Bewerber, die auf den ersten Blick nicht als 100% passend erscheinen, sich zu den besten „Talenten“ entwickeln.
Wichtig ist dabei vor allem alle Mitarbeiter in die Arbeit zu integrieren und die Chance zur Entfaltung und Weiterentwicklung zu geben, denn auch die unteren Hierarchien tragen essentielle Aufgaben. Kein Topmanagement kann ohne die Hilfe der unteren Hierarchieebenen den gewünschten Erfolg langfristig alleine umsetzen. Hier heisst es also auch, schlummernde Talente und besondere Fähigkeiten erkennen. Und ist einfacher als vielleicht gedacht, denn heutzutage kann da ganz effizient Big Data dabei helfen – darüber aber in einem anderen Beitrag mehr.

Stillstand ist toxisch für den Unternehmenserfolg.
Oftmals rückt die persönliche Weiterentwicklung von Mitarbeitern eher in den Hintergrund, doch diese ist mindestens genauso wichtig zur Personalentwicklung wie fachliches Know-How.
Abgesehen davon möchte jedes Unternehmen dynamische, innovative und kreative Mitarbeiter und nicht welche, die im Laufe der Anstellung auf der Stelle bleiben und keine Fortschritte machen. Dies braucht es ja vor allem auch, um sich schlussendlich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können.
Was auch im Privatleben gilt, gilt hier auch im Unternehmen: Jede Person sollte mit dem Wandel der Zeit mitgehen, auf dem aktuellen Stand bleiben und nicht „stehenbleiben“. So werden dann auch im Sinne des Arbeitgebers neue Ideen und Innovationen angekurbelt.

Mitarbeiterförderung ist eine Win-Win Situation.
Wie die neueste jacando Studie gezeigt hat, werden nur 55% aller Mitarbeiter durch entsprechende Massnahmen gefördert und diese dann grösstenteils weder regelmässig noch besonders effizient durchgeführt.

Fazit und kleiner Denkanstoss zum Schluss? Viele Mitarbeiter wünschen sich die Möglichkeit sich intern weiterentwickeln zu können und wie die Studie gezeigt hat, ist dabei von Unternehmensseite noch viel Luft nach oben.
Mitarbeiterförderung trägt viel zu der Employee Experience bei, welche jeder Mitarbeiter innerhalb seiner Laufzeit in einem Unternehmen entwickelt und darüber entscheidet, wie zufrieden jemand mit seinem Arbeitgeber ist und wie loyal der Mitarbeiter dem Unternehmen dann schlussendlich bleibt. Auch nicht zu vergessen: Die neuen Generationen, welche Weiterentwicklungsmassnahmen oftmals einem gut bezahlten Lohn vorziehen…

Es ist also egal wie man es benennt, ob nun Förderungsmassnahmen, Weiterentwicklungen oder eben Talent Management: Dass es essentiell ist, um Mitarbeiter zu binden und als Unternehmen somit also auch langfristig konkurrenzfähig zu bleiben…

…welche Erfahrungen haben Sie hierzu gemacht?

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