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Mobile Recruiting ist da! … Also fast.

Businesswoman using hand drawn social network interface

Rekrutieren über Snapchat und Employer Branding via Pokemon GO – das waren die letzten vermeintlichen Hypes in der HR-Landschaft. Deren Gemeinsamkeit: Bei beiden handelt es sich um Smartphone Apps. Heute wollen wir uns mit der Rekrutierung über Smartphone & Co beschäftigen. Der Fokus liegt dabei aber nicht auf schnelllebigen Trends, sondern dem Wandel hin zum Mobile Recruiting.

Codewort: “responsive”.

Mobile Recruiting bezeichnet im Grunde die Personalbeschaffung unter Verwendung von Smartphone, Tablet oder ähnlichen mobilen Geräten. Das können also Rekrutierungskampagnen via Snapchat sein, die Bewerbung über eine unternehmenseigene App oder die Veröffentlichung von Bewerberinformationen über soziale Netzwerke, die auch mobil abgerufen werden können; vor allem aber mobil optimierte Karriereseiten und Stellenbörsen. „Mobil optimiert“ wird dabei oft auch als “responsive” bezeichnet. Responsives Webdesign orientiert sich an der Bedienung via Touchscreen. Also grosse Schaltflächen und klares, möglichst intuitives Design.

Stationär stagniert – Mobile maximiert.

Um die Bedeutsamkeit der mobilen Rekrutierung zu unterstreichen, helfen möglicherweise ein paar Zahlen: rund 85% aller Schweizer nutzen das Internet, 80% greifen mobil darauf zu. Doch viel wichtiger: Während die gesamte Internetnutzung seit Jahren stagniert, hat sich der Anteil der mobilen Nutzer innerhalb von vier Jahren nahezu verdoppelt.

Das zeigt auf, wohin die Reise geht: Mobile Recruiting wird immer wichtiger, der (mobile) Bewerberpool immer grösser. Will man ihn miteinbeziehen, sollten mobile Karriereseiten und Bewerberportale Pflicht für jedes Unternehmen sein. Es kann dabei auch helfen, einmal den Traffic auf der eigenen Website zu analysieren. Wird beispielsweise mit einem Anteil von 20% vom Smartphone oder Tablet auf Ihre Karriereseiten zugegriffen, so verlieren Sie von vornherein bis zu einem Fünftel an potentiellen Bewerbern.

Auch Employer Branding betroffen.

Nun könnte man argumentieren, dass sich wirklich interessierte Jobsuchende noch einmal die Mühe machen werden und die „veraltete“ Seite am Computer ansehen. Allerdings schadet das auch der Arbeitgebermarke: Bei einer Befragung von über 500 Studierenden und Young Professionals zu ihrem Bewerbungsverhalten hatten Karriereseiten, die nicht responsive gestaltet waren, auf 60% eine negative oder sehr negative Wirkung. Responsive Internetauftritte rufen hingegen einen dynamischen, zukunftsfähigen Eindruck hervor und vermitteln Erreichbarkeit.

Deshalb mit positivem Beispiel vorangehen und die eigene Seite möglichst früh optimieren! Die Chancen, dabei einer der Vorreiter zu sein, stehen gar nicht einmal schlecht. Weniger als ein Drittel der börsennotierten deutschen Unternehmen stellen bislang ein mobiles Bewerbungsformular zur Verfügung! Bei kleineren Unternehmen sind die Zahlen sicherlich noch geringer einzuschätzen. Die Bewerber hingegen würden sich nach der Befragung mehr Engagement in Richtung Mobile Recruiting wünschen.

Bewerbermanagementsystem als Lösung?

Doch mit Einschränkung: Die Barrierefreiheit könnte für das Unternehmen auch zur Last werden. Ist es möglich, sich mit wenigen Klicks per Smartphone zu bewerben, so fürchten viele schon einen zu grossen Andrang. Eine Überlastung der HR-Abteilung droht. Abhilfe kann dabei ein Bewerbermanagementsystem verschaffen. Die modernsten Systeme verfügen nämlich schon über responsive Plattformen bis hin zum komplett mobil optimierten Bewerbungsweg.

SEO durch Responsive Design.

Übrigens fördern responsive Seiten auch die SEO (Suchmaschinenoptimierung), also das Ranking Ihres Unternehmens in der Google-Suche. Seit April diesen Jahres werden Websites ohne responsive Design nicht nur von Bewerbern kritisch beäugt, sondern auch von Google schlechter bewertet.

Kein Hype, keine Panik.

Mobile Recruiting ist die logische Folge des technologischen Fortschritts. Dieser Fortschritt beeinflusst unseren Medienkonsum im Alltag genauso wie bei der Jobsuche, sodass viel mehr Menschen mobile Endgeräte auch zur Stellensuche nutzen. Hierbei geht es also nicht um den nächsten Hype à la Snapchat und Pokemon Go. Mobile Recruiting wird solche Hypes überdauern und gerade deshalb ist es wichtig sich damit auseinanderzusetzen.

Doch keine Panik: Die Konkurrenz hinkt oftmals ebenfalls noch hinterher. Schnelle Abhilfe kann ein System zum Bewerbermanagement schaffen oder eben eine eigene responsive Karriereseite.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Seite durch und durch responsive gestaltet ist:

https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/?hl=de

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