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Digitalisierung von HR in Europa? Fehlanzeige!

Obwohl von Regierungsseiten jährlich Millionen in Digitalisierungsprogramme investiert werden, steckt die Digitalisierung bei einem Grossteil der europäischen KMUs noch in den Kinderschuhen. Rund 1 Milliarde Euro wird alleine in den HR Abteilungen der DACH-Region aufgrund mangelnder digitalisierter Prozesse verschenkt, wie eine neue Analyse von jacando gezeigt hat.

Titelbild

Das digitale Potenzial wird nicht genutzt, oder: So war das mit „digitalisieren“ nicht gemeint!

Trotz vielfältiger Möglichkeiten wie beispielsweise One-Click-Bewerbung, Social Recruiting oder diverser Mobile Recruiting Formen, überwiegen in allen untersuchten Ländern immer noch alte Strukturen: Bewerbungen erreichen 34% der europäischen KMUs auf dem Postweg und 52% per E-Mail.
Und obwohl viele Unternehmen mittlerweile ausdrücklich um E-Mails statt Postbewerbungen wünschen und diese von Natur aus digital sind, heisst das aber noch lange nicht, dass sie auch digital verwaltet werden. Denn ein sogenanntes Bewerbermanagementsystem, das eine effiziente Bewerberverwaltung ermöglicht, fehlt in den meisten Fällen: Nur bei 14% aller untersuchten KMUs werden Bewerbungen effizient per System verwaltet. Das bedeutet, dass E-Mail-Bewerbungen trotzdem in den meisten Fällen immer noch ineffizient und händisch verwaltet werden.
Auch der Blick auf weitere effiziente Bewerbungswege, wie die One-Click Bewerbung mit dem Social Media Profil oder Mobile-Recruiting, verheisst nichts Gutes. Mit 10% (One-Click), respektive 6% (Mobile Recruiting) sind diese beiden Formen quasi inexistent. Bewerben geht also immer noch wie gestern.

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In digitale Rekrutierungsmassnahmen investieren lohnt sich!

Der Prozess rund um eine Bewerbung per E-Mail dauert mehr als drei Mal so lange und auf dem Postweg sogar fünf Mal so lange, wie über ein modernes E-Recruiting-System. Indem auf innovative Rekrutierungsmassnahmen verzichtet wird, wird aber nicht nur unglaublich viel Zeit verschwendet, sondern hat das vor allem auch einen hohen Preis:
Eine Hochrechnung hat aufgezeigt, dass jährlich rund 1 Milliarde Euro verschwendet wird – und zwar nicht global betrachtet, sondern einzig in der DACH-Region.
Dabei wäre es so einfach Kosten einzusparen. Die Lösung lautet Bewerbermanagementsystem und wirkt sich bereits nach wenigen Monaten positiv aus, wie anhand einer zweiten Überlegung belegt wird:
Bei einem KMU mit einer Grössenordnung von 250 Mitarbeitern sind bereits nach weniger als 3 Monaten die Kosten für die Investion in ein Bewerbermanagementsystem gedeckt! Die Ausgaben für die Rekrutierung können also mit Hilfe einer innovativen Software binnen kürzester Zeit auf einen Bruchteil reduziert werden.

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Digitalisierung fängt schon vorher an

Bereits 79% der Europäer surfen mit einem Smartphone mobil im Internet und dabei werden längst nicht mehr nur die Social Media Kanäle gecheckt oder die täglichen Nachrichten konsultiert – auch die Stellensuche wird auf Smartphone und Tablet verlegt und bequem von unterwegs erledigt. Damit daher auch überhaupt Online-Bewerbungen von den zahlreichen, mobilen Nutzer eingehen, muss eine digitale Basis sichergestellt werden und nicht nur die Webseiten der Unternehmen, sondern eben auch offene Stellenangebote müssen mobile-tauglich aufbereitet sein.
Klingt logisch, wird aber in vielen Fällen nicht umgesetzt! Nur 66% der untersuchten KMUs haben ihre Webseiten auf mobile Bildschirmformate optimiert. Und ein länderübergreifender Vergleich hat gezeigt: Am mobile-tauglichsten sind die skandinavischen Webseiten. Diese liegen mit 66% genau im europäischen Durchschnitt. Die DACH-Region liegt mit 62% etwas unter dem Durchschnitt und das Schlusslicht bildet der Süden mit 57%. Bei diesen Ergebnissen überrascht es nicht, dass mobile Apps zur Rekrutierung erst in wenigen Ausnahmefällen eingesetzt werden.

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Eine Frage des Wissens oder des Willens?

Die Status-Quo-Analyse hat klar gezeigt, dass die untersuchten Unternehmen Digitalisierungs-technisch noch lange nicht dort sind, wo sie aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten eigentlich sein sollten. Ob es am Willen zur Digitalisierung oder dem Wissen darüber fehlt, konnte aufgrund der Grösse und Detailtiefe der Untersuchung jedoch nicht herausgefunden werden.

Um mehr zu den Hintergründen und Ursachen der zögerlichen Digitalisierung zu erfahren, bedarf es einer weiteren, grösser angelegten Studie. Diese wird im Frühjahr 2017 von jacando und mithilfe diverser Partner durchgeführt.

Über die Analyse

Zusätzlich zu den Schweizer Ergebnissen wurden von jacando nun die Webseiten von je 100 mittelständischen Unternehmen (KMU, 50-499 Mitarbeiter) aus folgenden Ländern zu Rekrutierungsthemen untersucht: Österreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Schweden und Norwegen. Als Vergleich wurden ausserdem noch 100 Grossunternehmen (500+ Mitarbeiter) in die Analyse einbezogen.

Die Ergebnisse der Status Quo-Analyse können kostenlos hier heruntergeladen werden.

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