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So tickt die technikaffine Generation

Demografischer Wandel. Generation X, Y und Z. Und jede dieser Generationen bringt neue Anforderungen an die Arbeitswelt. Aber wie gross sind denn nun die Unterschiede zwischen den Generationen? Und wie stellt man eine Generation zufrieden, ohne dabei die Anderen zu vernachlässigen?

So verschieden, und doch ganz ähnlich?

Zuerst jedoch mal eine kurze Übersicht: Momentan reden wir von vier verschiedenen Generationen auf dem Arbeitsmarkt. Die Babyboomers (ca. Jahrgänge 1946 – 1964) gelten als fleissige und loyale Arbeiter. Im Gegensatz dazu nimmt für die Generation X (ca. 1965 – 1980) die Arbeit einen weniger wichtigen Teil in ihrem Leben ein. Sie gelten zwar als karriereorientiert und ehrgeizig, wünschen sich aber trotzdem eine ausgewogene Work-Life-Balance. Die nächste Generation (ca. 1980 – 2000) wird Generation Y oder Millenials genannt. Für sie wird mitunter der Sinn der Arbeit von hoher Wichtigkeit, denn die Selbstverwirklichung ist eines der Hauptziele dieser Generation. Die Millenials sind die ersten, die mit der Digitalisierung gross geworden sind und lassen sich deshalb durch eine sich ständig verändernde Welt nicht mehr gross aus der Ruhe bringen. Bald ebenfalls im Arbeitsmarkt ist die Generation Z (ca. 2000 – 2010). Für diese Generation ist die mobile Technologie zu einem selbstverständlichen Teil ihres Alltags geworden. Interessanterweise bevorzugen sie jedoch wieder eine stärkere Trennung zwischen Arbeit und Freizeit.
Mehr zu den neuen Generationen und insbesondere ihrem Social Media Verhalten werden wir in weiteren Blogbeiträgen aufgreifen.
Aber zurück zu diesem Beitrag: Natürlich sind solche Einteilungen in Generationen aber immer auch nur Konstrukte, die sich niemals 1:1 auf jedes Mitglied der betreffenden Generation übertragen lassen. Und ausserdem – sind die verschiedenen Generationen wirklich so unterschiedlich in was sie bei der Arbeit wollen?

Veränderte Lebenswelten verlangen nach veränderten Arbeitswelten.

Lohnenswert ist es vor allem, auf die verschiedenen Bedürfnisse der einzelnen Generationen einzugehen. Nicht nur, um bei der Mitarbeitersuche die richtige Generation anzugehen, sondern auch, um die bereits eingestellten Mitarbeiter zufrieden zu halten.
Was klar ist, die Generationen Y und Z sind um einiges technikaffiner als die vorhergegangenen und erwarten deshalb auch, dass ihr Arbeitgeber ihnen auf der technischen Ebene einiges bieten kann. Aber nicht nur diese Generationen finden Technik hilfreich. Laut einer weltweiten Studie sind jeweils 72 Prozent der arbeitenden Generationen Y und Y der Meinung, dass digitale Prozesse von Unternehmen wichtig sind. Etwas, wo es von der Unternehmensseite her noch viel zu verbessern gibt, wie die jacando Studie aufgezeigt hat.
Dazu zählt zum Beispiel auch Social Media: Wer als Unternehmen das Netz nicht nutzt, um sich zu präsentieren, hat kaum eine Chance, sich im Bewusstsein der Nachwuchskräfte zu verankern.
Klar, denn die Generation, welche neu auf den Arbeitsmarkt kommt ist schon immer mit Technologie umgeben und lebt auch privat in einer stark vernetzten Welt.

Was hat es mit den Vorurteilen auf sich?

Dass die jüngere Generation technikaffiner ist und Unternehmen sich diesbezüglich auch immer mehr anpassen, mag so also stimmen.
Was ist aber eigentlich mit den anderen – vielleicht etwas überspitzten – Vorurteilen? Medien greifen nun ja insbesondere die Generation Z gerne an und lassen diese im schlechten Licht stehen und es scheint so, als ob diese nichts arbeiten möchte und sich immer nur Freizeit wünschen.
Eine Studie aber hat gezeigt, dass an den sonstigen Anforderungen an den Job ist auch bei den Jungen gar nicht so viel neu ist: Laut der Handelszeitung ist nämlich die grösste Angst der jungen Generationen, keine Weiterentwicklungsmöglichkeit zu haben.
Die jüngeren Generationen wollen also nicht weniger arbeiten – sie wollen es nur anders. Sei es, dass der Job zu der Persönlichkeit passen soll, von der privaten Freizeit komplett trennbar sein oder ein innovatives Arbeitszeitmodell haben.
Hört sich doch gar nicht mehr so anders an als für ältere Arbeitnehmer oder?

Schubladendenken nicht empfehlenswert.

Die Grenzen zwischen den Generationen sind verschwommen und es sind nicht nur Unterschiede betrachtbar, sondern auch Gemeinsamkeiten. Schlussendlich muss daher zwingend jeder Mitarbeiter individuell betrachtet werden und auch im Arbeitsleben kann keine Person und schon gar keine Generation in eine Schublade gesteckt werden. Ausserdem sollte vor lauter Diskussion um die Generation Y und Z sollte aber auch noch an die Älteren gedacht werden, wie dieser Beitrag schon gezeigt hat.
Und mal ehrlich: Spass am Beruf, eine abwechslungsreiche Arbeit und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln; das wünschen sich doch die meisten Mitarbeiter – und zwar generationenübergreifend!

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