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Cloud Computing: Cloud vs. Festplatte – die Entscheidung

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Cloud Computing – das klingt nach neuartiger Technologie, nach hochmodernen Serverfarmen, nach Zukunft. Doch tatsächlich besteht das Konzept schon seit einigen Jahrzehnten. Die Wurzeln reichen nämlich bis in die 1960er Jahre zurück. Doch nicht nur in diesem Text möchten wir Ihnen unsere Kernkompetenz präsentieren, sondern eine ganze Reihe von Artikeln zum Thema soll Ihnen die Cloud näherbringen.

Hat die Festplatte ausgedient?

Freunde von Buzzwords und Hypes prophezeien es bereits seit Jahren: Die Festplatte, wie wir sie kennen, hat ausgedient. Mit der Cloud-Technologie steht eine Alternative zur Speicherung von Daten bereit. Gehören Festplatten nun also zum „alten Eisen“, oder werden sie weiterhin in ihrer aktuellen Form Bestand haben?

Die ersten drei Runden des Duells konnte die Cloud-Lösung knapp für sich, mit 2:1 entscheiden. Doch reicht der knappe Punktevorsprung zum finalen Sieg? Zeit für die Abschnitte vier bis sechs.

Runde 4: Sharing / Kooperation

Nicht nur allein, sondern auch im Team findet produktives Arbeiten statt. Um noch produktiver mit vereinten Kräften zu arbeiten, können Features zur Kooperation grosse Vorteile verschaffen. Hier schlägt die Stunde der Digitalisierung. Dem Sharing und der Kooperation sind durch den vernetzten Speicher in der “Wolke” kaum Grenzen gesetzt. Dokumente lassen sich miteinander, zur gleichen Zeit, aber von verschiedenen Orten aus bearbeiten; Dateien können mühelos hin und her verschoben und auch von mobilen Geräten erfasst und bearbeitet werden. Die klassische Festplatte oder der USB-Stick kann natürlich auch genutzt werden, um Dokumente zu teilen und zu verbreiten. Allerdings ist der Transfer natürlich nicht so schnell und einfach zu bewerkstelligen wie mit der Cloud. Gleichzeitiges Arbeiten an demselben Dokument ist gar unmöglich. Deshalb setzt sich der Cloud-Speicher in dieser Kategorie klar gegen die Festplatte durch.

3:1 zugunsten der Cloud!

Runde 5: Sicherheit / Datenschutz

Der Datenschutz – das Stigma der Cloud. Gerade hierzulande wird bei der Einführung von Cloud-Lösungen der Sicherheits-Aspekt oft kritisch bewertet. Hacks, die publik werden, Geheimdienste und andere Akteure, die im Dunkeln agieren, verunsichern die Gesellschaft. Gerade im Personalwesen muss der Datenschutz gewahrt werden. Welche Lösung ist hierbei also zu bevorzugen?

Ohne Zweifel drängen sich dabei Speicher ohne Internetanbindung auf. Wo keine Internetverbindung besteht, gibt es auch kein Risiko eines Hacks. Ohne Internetverbindung jedoch auch keine vereinfachte Kooperation und kinderleichtes Teilen. Augenscheinlich besteht eine umgekehrte Wechselbeziehung zwischen Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Doch das muss nicht zwingend der Fall sein, sofern der Cloud-Speicher höchsten Sicherheitsstandards genügt. Gewisse Zertifizierungen, wie die der Internationalen Organisation für Normung (ISO), können bei der Suche nach Datenschutz Abhilfe schaffen. Auch der Serverstandort gibt Auskunft über die geltenden Gesetze und somit über die Sicherheitsstandards.

Abgesehen davon ist aber auch die Schulung der Mitarbeiter von essentieller Bedeutung. Durch Training und Checklisten können die Beschäftigten für den Schutz der Unternehmensdaten sensibilisiert werden. Datenlecks werden nämlich nicht nur auf Seiten der Anbieter/IT verursacht, sondern sind auch oft durch die Nutzer begünstigt. Prävention ist Zauberwort.

Und schließlich können auch Festplatten oder USB-Sticks unter Umständen gehackt werden. Ohne bestehende Internetverbindung der angeschlossenen Festplatte oder des USB-Sticks ist solch ein Datendiebstahl zwar nahezu ausgeschlossen. Mit funktionierender Internetverbindung sieht das allerdings schon anders aus. Auch hier können präventive Massnahmen, wie Mitarbeiterschulungen und technische Verbesserungen, die Datensicherheit steigern.

Beide Speichermedien gewährleisten, bei gewissenhafter Handhabung, eine sehr hohe Sicherheit der Unternehmensdaten. Beide Duellanten haben somit einen Punkt verdient – 4:2.  

Runde 6: Kosten

Die letzte Runde dieses Zweikampfes behandelt das wohl wichtigste Kriterium: Die Kosten. Schliesslich entscheidet doch oft der Kostenfaktor über die Implementierung eines neuen Instruments. Dabei unterscheiden sich Cloud und Festplatte in einem wesentlichen Punkt. Während man die “alten” Speichermedien wie gewöhnlich einmal bezahlt und dann besitzt, werden Cloud-Speicher üblicherweise über Abo-Bezahlmodelle abgerechnet. Je nach Funktionsumfang und Art der Cloud können die Kosten völlig unterschiedlich ausfallen.

Vorteil Cloud: Durch das Abo-Modell kann man eventuellen Unwägbarkeiten, etwa bezüglich des Speicherbedarfs der Unternehmung, gelassen entgegensehen. Wurde der Festspeicher einmal eingekauft, ist es ein Umstand, den überschüssigen Speicher wieder zu veräussern. Der Cloud-Speicher hingegen kann meist bequem dem eigenen Bedarf angepasst werden (inhouse-Lösungen einmal aussen vor).

Beide Speicherarten werden übrigens immer günstiger. Der Preis pro Gigabyte fällt sowohl für Cloud- als auch für Festplatten-Nutzer. Für die einmalige Zahlung und die sehr günstigen Anschaffungskosten erhält die Festplatte einen Punkt. Die Cloud verdient sich allerdings ebenso einen Punkt: Die praktische Skalierbarkeit und Justierung des Cloud-Speichers sorgen für einen Endstand von 5:3!

Konklusion

Letztlich setzt sich der Herausforderer klar, mit zwei Punkten Vorsprung, gegen das “alte Eisen” durch. Durch den Cloud-Speicher kann die Kooperation besonders zwischen räumlich getrennten Mitarbeitern gesteigert werden. Ausserdem stellt die Cloud auch im Gesamtpaket die flexiblere Lösung dar. In unserem Zeitalter der Digitalisierung, in dem Flexibilität und Kooperation grosse Bedeutung beigemessen werden, wird sich die Cloud nicht zuletzt dadurch weiter durchsetzen.

Damit kommt unsere Serie zum Thema Cloud Computing vorerst zum Ende. Vorerst deshalb, weil wir selbstverständlich auch in Zukunft über die interessanten Begebenheiten und aktuellen Geschehnisse rund um die Cloud berichten werden.

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