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…but what if it rains? Cloud Computing.

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Cloud Computing – das klingt nach neuartiger Technologie, nach hochmodernen Serverfarmen, nach Zukunft. Doch tatsächlich besteht das Konzept schon seit einigen Jahrzehnten. Die Wurzeln reichen nämlich bis in die 1960er Jahre zurück. Zeit, die Funktionsweise der Cloud etwas genauer zu erklären. Doch nicht nur in diesem Text möchten wir Ihnen unsere Kernkompetenz präsentieren, sondern eine ganze Reihe von Artikeln zum Thema soll Ihnen die Cloud näherbringen.

Die Cloud ist schon seit einigen Jahren in aller Munde, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern – ganz im Gegenteil. Cloud ist Zukunft, dem kann man sich nicht verwehren, zu eindeutig sind die ansteigenden Nutzerzahlen und der Traffic-Zuwachs in den letzten Jahren. Gerade deshalb kann es nützlich sein, etwas mehr über die Funktionsweise der Cloud zu erfahren.

So kann man beim nächsten Stammtisch auch schlagfertig die “gewöhnlichen” Vorwürfe gegenüber Cloud-Computing kontern. Damit auch den Unwissenden klar wird, dass ein starker Regenfall der Cloud nichts anhaben kann 😉

Wie eingangs erwähnt (und im ersten Teil der Serie erläutert), ist die Cloud-Technologie nicht so modern und revolutionär neu, wie vielleicht einige vermuten. Grundlegend handelt es sich nämlich um sogenannte web applications. Ein paar wesentliche Unterschiede gibt es dann aber doch. Zum Verständnis hier erst einmal die wesentlichen Aspekte der Cloud (die auch zur Abgrenzung gegenüber web applications dienen):

bedarfsgerechte Leistung: Cloud-Lösungen können meist problemlos im Funktionsumfang und in der Serverkapazität an den Bedarf des jeweiligen Nutzers angepasst werden.

Multi-Tenancy: Das bedeutet, dass die Infrastruktur eines Servers viele verschiedene Clients bedienen kann. Also müssen nur einmal Infrastruktur und Ressourcen geschaffen werden, danach können mehrere unabhängige Clients im System nach ihren individuellen Wünschen arbeiten

Virtualisierung: Für die Cloud-Lösungen essentiell ist die Virtualisierung. Durch die Virtualisierung können Hardwarekomponenten virtuell getrennt, also softwarebasierte unabhängige Komponenten innerhalb eines Servers geschaffen werden. Das Gegenstück dazu ist die physische Trennung der Komponenten. Dabei ist die besonders effiziente Nutzung der Ressourcen (sprich effiziente Serverauslastung) durch Pooling nicht möglich.

Im Alltagsgebrauch sieht der Nutzer nun lediglich die grafischen Benutzeroberflächen zur Steuerung und Verwaltung der Cloud-Dienste. Die Virtualisierung und alle weiteren technischen Vorgänge laufen im Hintergrund ab und gewährleisten dabei stets den reibungslosen Abruf und die Speicherung ihrer Daten in der Cloud.

Das Bild (oben) zeigt noch einen weiteren Aspekt zur Cloudnutzung auf. Viele verschiedene Geräte bieten heutzutage den Zugang zu Cloud-Software und das von jedem Standort und zu jeder Zeit (eine Internetverbindung vorausgesetzt). Ebenso verdeutlicht die Grafik, inwieweit viele verschiedene Prozesse in einer Cloud zusammenlaufen können. Dort reicht dann oftmals ein Server aus, der durch die Virtualisierung mehrere unabhängige Komponenten simuliert.

Cloud ist nicht gleich Cloud.

Grundsätzlich können die verschiedenen Formen der Cloud in drei Kategorien eingeteilt werden:

→ Public Cloud: Die Public Cloud befindet sich im Besitz eines spezialisierten Anbieters. Dieser stellt die Ressourcen (Server und Speicher) über das Internet bereit. Damit verfügt der Anbieter über alle Hard- und Softwarekomponenten. Der Nutzer kann über seine eigene Oberfläche darauf zugreifen und bezahlt je nach Bedarf.

→ Private Cloud: Wie der Name schon erahnen lässt, wird dem Nutzer hiermit eine eigene private Cloud zur Verfügung gestellt. Das bedeutet exklusive Nutzung der Cloud Computing-Ressourcen in einem privaten Netzwerk. Dieses muss aber nicht physisch im Unternehmen selbst bestehen, sondern kann ebenso von einem externen Anbieter zur Verfügung gestellt werden.

→ Hybrid Cloud: In der Hybrid Cloud sind Public und Private Cloud kombiniert. Über bestimmte Technolgien können Anwendungen und Daten zwischen Public und Private Cloud genutzt und verschoben werden.

Auf welche Arten kann ich das nutzen?

Mittlerweile haben sich drei verschiedene Nutzungsarten der Cloud etabliert. Zum einen wäre da die Nutzung als Software as a Service (SaaS) zu nennen. Nach dem Marktforschungs-Spezialisten Gartner Inc. werden Software as a Service Dienste bis zum Jahr 2020 den grössten Anteil der Cloud-Nutzung ausmachen (wenn man Cloud Advertising einmal unberücksichtigt lässt). Ein Anbieter übernimmt hierbei die Einrichtung der Cloud und stellt die Software nach den Anforderungen des Kunden zur Verfügung. Dieser kann über das Internet auf die Cloud-Dienste zugreifen. Meistens werden solche Modelle über Monats- oder Jahres-Abonnements vergütet.

Die zweite Gruppe bildet IaaS. Das bedeutet ausgeschrieben Infrastructure as a Service. Es wird also lediglich die Infrastruktur zur Nutzung einer Cloud-Lösung zur Verfügung gestellt. Die Software besitzt der Kunde selbst, muss sich aber folglich auch um ihre Einrichtung und Funktion kümmern.

Die dritte Gruppe wird als Platform as a Service betitelt. Der PaaS Anbieter verfügt hierbei über sämtliche Komponenten (von Hard- bis Software) die zur Benutzung der Cloud dienen. Der Kunde greift auf diese Plattform übers Internet zu und kann die Umgebung zur Entwicklung eigener Anwendungen nutzen. Damit ist PaaS in etwa zwischen SaaS und IaaS einzuordnen. Zum besseren Verständnis hier noch eine Grafik über den Umfang der Nutzungsarten.

Bildschirmfoto 2017-05-21 um 4.19.08 PM

Damit sollten die Grundlagen für das nächste Stammtisch-Gespräch gelegt worden sein. Den ersten Artikel unserer Cloud-Serie finden Sie hier. Fortsetzung folgt!

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